Am vergangenen Freitag fand das erste Government 2.0 Camp Deutschlands in Berlin statt. Da die Amerikaner mit ihrer Transparenz-Strategie die Messlatte im Bereich „Open Data“ (Stichwort data.gov) sehr hoch gesetzt hatten und ich mir nichts Schöneres als mindestens dasselbe hierzulande vorstellen konnte, ließ ich mir das (Bar)Camp nicht entgehen. Nach dem etwas langatmigen Start und einer leider ausgefallenen „Data Visualization“ Session, war meine Erwartungshaltung zunächst gedämpft. Doch die Ankündigung von Klas Roggenkamp (Compuccino) zu einer Session über „wahl.de“ und der geplanten „Deutschland API“ (sowie der bereitgestellte Saft) ermutigten mich dann doch bis zum Nachmittag zu bleiben.
Mit www.wahl.de und der angekündigten Open-Data Strategie dahinter hat Compuccino nicht nur ein pragmatisches Beispiel für eine funktionierende Aggregations-Plattform geliefert sondern auch gleichzeitig aufgezeigt an welchen Stellen wir heutzutage offene Daten vermissen. So mussten für das Projekt zunächst die Informationen über Personen (Wahlkandidaten, Abgeordnete usw.) und Wahlkreise (Geo) beschafft werden. Liefert doch selbst www.bundestag.de nach dem kürzlichen Relaunch lediglich einige RSS-Feeds, aber keine strukturierten Daten.
Mit der Deutschland API hat Klas Roggenkamp letztendlich das Ziel ausgerufen die mühsam beschafften Daten in Form von gängigen Formaten (JSON, XML etc.) zur freien Verfügung zu stellen. Damit traut sich Compuccino als einer der wenigsten Anbieter in Deutschland die Strategie „Open Data“ überhaupt zu!
„Einfach mal das technisch Mögliche umsetzen“ (Zitat aus der Präsentation)
[...] http://mimblog.de/2009/08/31/review-government-2-0-camp-berlin/ [...]
Die Veranstaltung ist ja schon ne Weile her (Frohes Neues), und die angekündigte Deutschland-API (Stichwort: Open Data) ist inzwischen auch publikumsreif (wenn auch erstmal lieber in kleinen Clubs):
http://wiki.d-api.de
Ist ja sicher auch ne Review wert, wenn wir auch erstmal mehr die Entwickler-Perspektive abdecken.